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13.03.2018

„An Gottes Werk muss nicht nachgebessert werden!“, argumentiert gegen Mädchenbeschneidung, die engagierte Kämpferin für Menschenrechte Fadumo Korn

Als Vorsitzende von NALA e.V. berichtete sie bei der Benefizveranstaltung „Bildung statt Beschneidung“ im Internationalen Beratungszentrum in der Goethestraße über ihr langjähriges Engagement gegen die weibliche Genitalbeschneidung, wogegen sie erfolgreich durch verschiedene Bildungsprojekte in Deutschland und Burkina Faso kämpft.


Bild: vl. Tina Monkonjay Garway, Fadumo Korn, Bob Odametey, Tola Sholana und Mathilda Legitimus-Schleicher

„An Gottes Werk muss nicht nachgebessert werden“, argumentiert die engagierte Kämpferin für Menschenrechte Fadumo Korn. In keiner Religion findet sie eine Begründung für den Brauch der Mädchenbeschneidung.

Als Vorsitzende von NALA e.V. berichtete sie bei der Benefizveranstaltung „Bildung statt Beschneidung“ im Internationalen Beratungszentrum in der Goethestraße über ihr langjähriges Engagement gegen die weibliche Genitalbeschneidung, wogegen sie erfolgreich durch verschiedene Bildungsprojekte in Deutschland und Burkina Faso kämpft. Sie brachte auf sehr authentische und berührende Weise dem bunt gemischten Publikum mit über 30 Fachkräften und Betroffenen, sowie engagierten jungen Erwachsenen Frauen, das immer noch mit einem Tabu behaftete Thema näher. Die Lesung aus ihrem neuen noch nicht veröffentlichten Buch „Der Duft meiner Schwester“ wurde durch eine Diashow mit den eindrucksvollen Fotos Ihres Ehemannes, Walter Korn, der Fotograf ist und sie bei all ihren Projekten in Afrika unterstützt und begleitet.

Insbesondere freute sich Fadumo Korn darüber, dass es im Publikum elf Männer gab, „denn Männer können viel der Abschaffung dieses grausamen Rituals beitragen, indem sie beschnittene Ehepartnerinnen ablehnen.“

Als Angehörige eines Nomadenvolkes in Somalia wurde Fadumo Korn im Alter von acht Jahren ohne Narkose beschnitten. Diese traumatischen Erlebnisse und die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen hat die heute 54-Jährige in ihren Büchern „Geboren im Großen Regen: Mein Leben zwischen Afrika und Deutschland“ und „Schwester Löwenherz. Eine mutige Afrikanerin kämpft für Menschenrechte“ beschrieben. Für ihren Kampf gegen die Mädchenbeschneidung wurde sie 2007 mit dem Förderpreis „Münchner Lichtblicke“ und 2011 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

 

Zum Gelingen des informativen Abends, bei dem Spenden in Höhe von 200 Euro gesammelt wurden, trug auch die traditionelle afrikanische Musik von Tola Sholana aus West Nigeria bei, der viel Applaus für seine mit Trommeln und anderen Instrumenten vorgetragenen Lieder erhielt. 

Bitte beachten Sie: Die Ausstellung „Der Bunte Blick“ von Walter Korn ist noch bis Mitte April 2018 im Foyer des Internationalen Beratungszentrums, Goethestr. 53, zu sehen.

 

Informationen zu NALA e.V. finden sie unter: www.nala-fgm.de