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06.07.2018

Jedes Wort wirkt – bewusste Sprache in den AWO Kitas

Sprache in der frühkindlichen Pädagogik ist für uns ein zentrales Thema. Damit das pädagogische Personal unserer Kindertageseinrichtungen immer auf dem neuesten Wissenstand ist, hat im Rahmen des Bundesprogrammes „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ am Mittwoch eine Fortbildungsreihe gestartet.


Im Rahmen des Bundesprogrammes „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ startete am Mittwoch eine Fortbildungsreihe für die vier Sprach-Kita Verbünde der AWO München-Stadt. 30 Kindertageseinrichtungen des Trägers nehmen am Bundesprogramm teil. Sie werden vor Ort durch eine zusätzliche Sprachfachkraft begleitet und erhalten auch Unterstützung durch die Fachberatungen Christa Tolksdorf, Barbara Kelter und Denise Marquardt aus dem Referat für Kindertagesbetreuung der Münchner AWO.

 

Unter dem Titel: „Jedes Wort wirkt – bewusste Sprache in der Pädagogik“, mit der Referentin und Autorin Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf, nahmen Einrichtungsleiterinnen, Fachkräfte der Sprach-Kitas und pädagogische Fachkräfte an der Fortbildung teil.

 

Sprachkompetenzen eröffnen allen Kindern gleiche Bildungschancen von Anfang an. Das Bundesprogramm baut auf drei Säulen auf, der Inklusiven Pädagogik, der Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder und der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Auch das Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept von Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf beruht auf drei Säulen: auf der Präsenz des Sprechers, auf der Klarheit der Botschaft und auf der fundamentalen Wertschätzung des Gesprächspartners und ganz allgemein eines jeden Menschen. 

Die Sprache spielt eine entscheidende Rolle. Sie kann aufbauen und Kraft freisetzen, durch den bewussten Umgang mit ihrer Struktur: dem Wortschatz, der Grammatik und dem Satzbau: Das hilft Kindern, ihren Weg eigenständig und erfolgreich gehen zu können, durch eine klare und liebevolle Begleitung der Erwachsenen. Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf zeigte anhand vieler Beispielsituationen, wie bereits kleine, gezielte Änderungen des bisherigen Sprachgebrauchs eine nachhaltige Wirkung zeigen. Ob es ums Lernen oder ums Aufräumen geht - die Autorin gibt den Pädagogen leicht umsetzbare Anregungen, wie sie mit Alltagssituationen sprachlich umgehen können, um die Kinder zu stärken.

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. Im Januar 2016 ist das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ gestartet. Mit der Anhebung der Mittel ab 2017 um jährlich 150 Millionen Euro – 600 Millionen Euro mehr zwischen 2017 bis 2020 – können insgesamt rund 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden. Der Bund stellt damit für das Programm „Sprach-Kitas“ im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.