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INTERKULTURELLE ÖFFNUNG DER

LANGZEITPFLEGE

 

Um Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern individuell bei der Pflege unterstützen zu können, ist es vor allem notwendig, ihren kulturellen und migrationsspezifischen Hintergrund zu berücksichtigen.

Deshalb hat die Landeshauptstadt München ein Projekt zur Förderung der Integration ins Leben gerufen. Die interkulturelle Öffnung, auch in Pflegeheimen, soll gefördert und unterstützt werden.

Mit Start des Modellprojekts IKÖ im April 2014 verpflichtete sich die AWO München dazu, dass im Horst-Salzmann-Zentrum kultur- sensible Pflege als zentraler Bereich im Haus und in der gesamten Personalentwicklung verankert werden soll. Mit Ende des Modellprojekts nach fünf spannenden Jahren sind interkulturelle Dienstleistungen im HSZ etabliert und werden gut angenommen. Vor allem zwei zentrale IKÖ Bestandteile, Kollegiale Fallberatung und Voneinander Lernen, wurden in einem gemeinsamen intensiven Prozess definiert und umgesetzt. Sie werden zukünftig als Motor für die nachhaltige Umsetzung und Sicherung der Projektziele dienen.

Um den Zugang zu unseren Angeboten zu erleichtern, gibt es unseren Hausflyer bereits in mehreren Sprachen:

KOLLEGIALE  FALLBERATUNG

Kern der kollegialen Beratung ist, dass jede*r Bewohner*in mit Migrations-hintergrund einer interdisziplinären Fachgruppe mit seinen*ihren jeweiligen Befindlichkeiten und Problemen vorgestellt wird. Die Vorstellung erfolgt gemeinsam durch die Bezugspflegekraft und die zuständige Betreuungsassistenz.

Damit wird sichergestellt, dass die zentralen Bezugspersonen aus den Bereichen Betreuung und Pflege ihre Aktivitäten aufeinander abstimmen. Bezeichnend für den Mehrwert, den die beteiligten Mitarbeiter*innen dadurch erleben, ist die Tatsache, dass die interkulturellen Fallberatungen inzwischen eine hohe Akzeptanz erfahren und von den Teams gern durchgeführt werden.

VONEINANDER LERNEN

Um die Vielfalt der kulturellen und religiösen Erfahrungen des Horst-Salzmann-Zentrums als Ressource zu nutzen, werden seit 2015 kontinuierlich stattfindende Mitarbeiter*innen-Runden eingerichtet, in der Kollegen*innen aus verschiedenen Teams Vorträge über ihr Herkunftsland, seine Geschichte und Kultur halten.

Diese ganz pragmatische interkulturelle Beratung wird sehr gut angenommen. Die Mitarbeiter lernen ihre Kollegen*innen aus ganz neuer Sicht kennen, erfahren etwas von ihrem persönlichen Hintergrund und ihrem oft abenteuerlichen Lebensweg. Folge sind eine gestiegene Wertschätzung und eine gestärkte Kollegialität in den Teams.

MARKT DER MÖGLICHKEITEN

Die IKÖ Bar wurde vom IKÖ Kompetenzteam des HSZ gestaltet. Leitungskräfte sowie Mitarbeiter*innen der Betreuungsassistenz bewirteten die Besucher mit exotischen Leckereien und beantworteten Fragen rund um die interkulturellen Dienstleistungen im HSZ.

2.v.l.: AWO Geschäftsführer Hans Kopp / 3.v.l.: Leiterin des AWO Referats für stationäre Seniorenpflege Maike-Brit Hessel / 1.v.l.: IKÖ Projektleiterin Marion Klare / HSZ Team Betreuungsassistenten*innen

Sie können sich im Internet unter „interkulturelle Öffnung der Langzeitpflege in München“ über das Programm informieren. Oder Sie vereinbaren mit uns einen Besuchstermin und informieren sich vor Ort über unsere Angebote. Wir freuen uns auf Sie.

 

Kultursensible Pflege im Horst-Salzmann-Zentrum

Wir möchten, dass sich alle Menschen im Horst-Salzmann-Zentrum wohl und zu Hause fühlen – egal woher sie stammen. Mit kultur- und migrationssensibler Pflege ermöglichen wir allen Seniorinnen und Senioren ein Leben in Würde und nach ihren eigenen Bedürfnissen.

Ihr Ansprechpartner:


 Marion Klare, Projektleitung

Tel.: (089) 678203–30
Fax: (089) 678203–85

Email: ikoe-hszhTd;e5Ong2ed@uOh1aC.Ng9Khawo-muenchen.de ikoe-hszhTd;e5Ong2ed@uOh1aC.Ng9Khawo-muenchen.de

Informationen zu dem Gesamtprojekt der LH München finden Sie unter http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Sozialreferat/Sozialamt/fachinformationen-pflege/ik_oeffnung_pflege_in_munechen.html