AWO-Kinderkrippe St.-Alto-Str.

Kinder bilden sich solange wir in eine Situation nicht eingreifen. Greifen wir ein, beginnt Erziehung

Kinder unter 3 Jahren sind kleine, individuelle Persönlichkeiten, die sich auf den Weg machen, ihre Umwelt zu erkunden. Sie sind neugierig, selbstbewußt, mutig und wollen die "Dinge" der Welt mit allen Sinnen begreifen und entdecken. Dazu benötigen sie Zeit, Raum, Impulse und Anregungen. Mit vertrauten Bezugspersonen, die ihnen wertschätzend zu Seite stehen, können sie ihr Potential nutzen und sich furchtlos auf Neues einlassen. "Alleine machen!" - wie oft haben wir diese zwei Wörter schon gehört und genau diese Motivation gilt es, zu nutzen! Unsere pädagogische Arbeit beruht auf den weiten und ganzheitlichen Bildungsverständnissen, den Zielen und Inhalten des Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans. Als Leitziel von Bildung definiert der BEP nicht die Aneigung von Fachwissen, sondern die Weiterentwicklung von Kompetenzen, wie:

  • personale Kompetenz (Selbstwertgefühl, Selbstregulation, Neugier, Interesse)
  • Kompetenz zum Handeln im sozialen Kontext (Empathie, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit)
  • Lernmethodische Kompetenz (Lernen lernen)
  • Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen (Resilienz)

 

Vielfältige Lernangebote

Mit Eintritt in die Kinderkrippe erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihr Lern- und Bildungsspektrum über die Familie hinaus zu erweitern. Wir stellen den Kindern eine anregende Umgebung, vielfältige Kontakte sowie differenzierte Spiel- und Lernangeboten zur Verfügung.
Das Spiel - Freispiel - ist die wichtigste Bildungs- Ausdrucks- und Lernform für Kinder. Spielend setzen sie sich mit Menschen, Dingen und Situationen auseinander. Die Gestaltung der Räume und des Tagesablaufs in unserer Einrichtung beinhaltet vielfältige Anreize zum Spielen, Erforschen und Erkunden. Unsere pädagogischen MitarbeiterInnen sind für die Kinder da und begleiten sie.
Ganzheitlich - dies ist der Schlüssel zu lustvollem und nachhaltigem Lernen.
Aus diesem Grund möchten wir die Sinne der Kinder in einzelnen Angeboten auf vielerlei Weise anregen und wecken. Die Kinder haben die Möglichkeit, Freude an körperlichen Aktivitäten zu empfinden sowie ihre Koordination und ihr Körpergefühl zu verbessern. Auch nehmen sie Naturmaterialien ganz genau in den Blick, experimentieren und spielen damit oder kochen gemeinsam ein leckeres Essen.
Aus Erlebnissen und gemeinsamen Aktivitäten heraus können sich Projekte entwicklen, die einen bestimmten Themenbereich zum Inhalt haben, z.B. eine der Jahreszeiten. Dabei achten wir darauf, das kindliche Bedürfnis nach Sprache und Bewegung miteinander zu verbinden (Bewegungs- und Fingerspiele), in fantasievollen Kreativideen können die kleinen Künstler neue Materialien und Techniken ausprobieren und kreativ tätig sein.
Musik machen, Geschichten erzählen, Sachbetrachtung, Sinneserfahrungen oder ein Fest runden ein Projekt ab.

 

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Einrichtung und Familie sind Partner in ihrer gemeinsamen Verantwortung für das Kind. Je jünger die Kinder sind, desto bedeutender ist eine enge, vertrauensvolle, partnerschaftliche Kooperation. Ein offener, intensiver und regelmäßiger Dialog von Anfang an bereitet den Weg, dass diese Partnerschaft gelingen kann. Durch eine hohe Transparenz und die Bereitschaft, Eltern aktiv in die Bildungsaktivitäten der Einrichtung einzubeziehen, werden Bildungsprozesse des Kindes beiderseits gezielt und konsequent unterstützt.

Jedes Jahr im Oktober wird ein neuer Elternbeirat gewählt, welcher die Interessen der gesamten Elternschaft vertritt und das Team bei der Planung und Gestaltung von Aktionen und Festen unterstützt.