AWO-Hort Peter-Henlein-Straße

Pädagogisches Selbstverständnis im AWO-Hort Peter-Henlein-Straße

Die Rechte der Kinder sind verankert in der UN-Kinderrechtskonvention – Art. 12 UN KRK / §SGB VIII.

Wir achten in unserem Haus darauf, dass kein Kind benachteiligt wird. Deshalb gibt es bei uns transparente und kindgerechte Regeln. Geborgenheit ist gegeben durch verlässliche Vertrauenspersonen, eine Bezugsgruppe und die kindorientierte, gewaltfreie Umgebung. Die Grundschüler werden an Entscheidungen beteiligt und ermutigt ihre Meinung frei zu äußern, damit sie sich in der Gesellschaft zurechtfinden und diese mitgestalten.

Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf oder Behinderung werden in unserem Hort integriert und können aktiv am Leben und an der Gemeinschaft teilhaben.

Alle Kinder bekommen in unserem Haus die Möglichkeit auf freie Zeit, um zu toben, zu spielen und sich zu erholen. Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen, deshalb bieten wir vielfältige Bewegungsangebote und ein täglich frisch gekochtes Mittagessen, sowie eine Obst-/Gemüsepause an.

Nach den jeweiligen Bedürfnissen und Interessen des Kindes richten wir unsere ganzheitliche Förderung aus. Die Kinder haben die Chance, ihre eigenen Fähigkeiten kennenzulernen und daran zu wachsen. Aus dem gewonnenen Selbstvertrauen werden sie zu lebenslangem Lernen ermutigt.

Rechte der Kinder – von Logo einfach erklärt“; Herausgeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Broschüre liegt im Hort aus und kann im Internet unter www.bmfsfj.de eingesehen werden.

 

Partizipation - Mitentscheiden und Mithandeln

Im AWO Kinderhort Haar wird jeder angenommen wie er ist. Es werden die Angebote so ausgerichtet, dass Kinder mit und ohne Behinderung, unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen respektiert und integriert werden.

Über eine offene, aktive Kommunikation und ein Mitbestimmungsrecht (Partizipation) in den verschiedenen Alltagssituationen, beteiligen wir die Kinder an Entscheidungen. Was in den einzelnen Gruppen oder auch übergreifend im Hort an Angeboten und Projekten stattfindet, wird im Kinderteam oder der Nachmittagsobstpause besprochen und geplant.

 

Dialogische Interaktions- und Beziehungsgestaltung

Wir arbeiten:

  • verlässlich, damit Ihr Kind vertrauensvolle und tragfähige Bindungen leben kann.
  • ganzheitlich, so dass Ihr Kind seine Umgebung mit allen Sinnen erfährt.
  • ressourcenorientiert, damit Ihr Kind an seinen Stärken wächst und sich positiv weiterentwickelt.
  • situationsorientiert, beobachten wo Ihr Kind steht und richten unser pädagogisches Handeln danach aus.
  • integrativ, damit alle Kinder an der Gemeinschaft teilhaben können.
  • kindgerecht, begleiten Ihr Kind seinem Alter und seiner Entwicklung entsprechend.
  • nachhaltig, so dass Ihr Kind lernt seine Umwelt wertzuschätzen.

 

Pädagogik der Vielfalt als Bereicherung

„Es ist normal, verschieden zu sein.“

– Richard von Weizsäcker

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Einrichtung ist die Integration von Kindern mit Behinderung und Entwicklungsverzögerung. Grundlage unserer integrativen pädagogischen Arbeit ist der individuelle Blick auf das Kind, mit der Offenheit für dessen Lebenssituation und der Wesensart des Kindes. Wir wollen den Gedanken der Inklusion auf alle Kinder des Hauses übertragen und die Besonderheit jedes Einzelnen in unserem Hort als Vielfalt begreifen. Die Pädagogik der Inklusion bietet somit allen Kindern die wertvolle Erfahrung von Vielfalt, mit der Kinder unter pädagogischer Begleitung gegenseitiges Verständnis und Fähigkeiten zu einem wertschätzenden Umgang miteinander lernen können.

Unsere pädagogische Umsetzung:

  • kleine Gruppengröße, höherer Personalschlüssel, lebendige Zusammenarbeit in einem multiprofessionellen Team
  • Gestaltung eines Rahmens, der den Bedürfnissen des Kindes entspricht
  • Alle Kinder, unabhängig von ihrem jeweiligen Entwicklungsstand, haben die Chance zur Teilhabe
  • Ansatz an den jeweiligen Fähigkeiten und Ressourcen der Kinder an
  • Kooperatives Lernen durch  Projekte/Kinderteams/Hausaufgabensituationen
  • wertschätzenden Umgang, Vermittlung von Gemeinschaftsgefühl
  • Streben nach Gerechtigkeit - Kinder mit Behinderung erhalten nicht aus Mitleid Vorteile gegenüber anderen
  • Thematisierung von Vielfalt durch Aufklärungsarbeit
  • geringer Stellenwert von Wettbewerbssituationen

Ziele:

  • Optimale Entwicklung von Potentialen
  • Gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • Förderung von Toleranz und Akzeptanz
  • Bewusstsein für soziale und kulturelle Vielfalt
  • Abbau von Ängsten vor „Andersartigkeit“ – Anerkennung jedes Menschen als einzigartiges Individuum
  • Vielfalt von Beziehungsmöglichkeiten, gemeinschaftliche Begegnung ohne Konkurrenzdruck
  • Entlastung für Alle, durch das Erfahren von Schwächen und Behinderungen als Teil von „Normalität“
  • Erlernen eines unbefangenem Umgangs mit Problemen und Schwächen und eines fokussierenden Blickes auf Lösungen und Stärken

 

Verantwortung der pädagogischen Mitarbeiter*innen

Kinder brauchen kompetente, verantwortungsbewusste und fürsorgliche Bezugspersonen.

Wir legen Wert auf ehrlichen, respektvollen und einfühlsamen Umgang miteinander. Dies ist die Basis, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und positive Beziehungen zu erleben.

Wir unterstützen das Kind, seine Bedürfnisse zu erkennen und im gegebenen Rahmen des Hortes zu erleben. Selbstbewusstsein und Eigenwahrnehmung sind wichtige Bausteine für die Entwicklung der Persönlichkeit.

Wir fordern das Kind auf, Entscheidungen zu treffen, eigenverantwortlich zu handeln und ermutigen es, zur eigenen Meinung und zu den Konsequenzen seines Handelns zu stehen.